Aktuelles | 11.03.2017
Leipzig unterbricht die BHC-Serie
Die Siegesserie des Bergischen HC ist vorerst gestoppt. Trotz aufopferungsvollem Kampf konnten die Löwen beim 24:26 (11:12) gegen den SC DHfK Leipzig in der Solinger Klingenhalle nach ordentlichem Auftakt einen frühen Rückstand nicht mehr in einem Punktgewinn umwandeln.
Spiel

Schiedsrichter:

Marcus Hurst und Mirko Krag

Siebenmeter:

5/5 - 4/4

Zeitstrafen:

3 - 5 (Lauge Schmidt, Gottfridsson, Karlsson - Vilovski (2), Gutbrod (2), Hermann)

Rote Karten:

keine

Spielverlauf:

4:2 (5.), 6:4 (10.), 8:7 (15.), 13:12 (20.), 14:14 (25.), 17:16 (30.), 21:18 (35.), 24:19 (40.), 26:21 (45.), 28:21 (50.), 31:23 (55.), 32:25 (60.)

Auch heute platzte der Solinger Löwenkäfig wieder aus allen Nähten und bescherte dem BHC die entsprechend stimmungsvolle Kulisse, um für den Kampf um den vierten Sieg in Folge bestens gerüstet zu sein. Mit stehenden Ovationen heizten die Fans in Blau ihrer Mannschaft beim Anwurf gleich für den ersten Angriff ordentlich ein und Alexander Hermann eröffnete fulminant den Torreigen zum 1:0 – und hinten kam für den ersten Siebenmeter gleich Christopher Rudeck und parierte gegen Leipzigs Steinert. Die Sachsen hatten ihre Mühe gegen die bissige Löwen-Defensive und es dauerte knapp fünf Minuten, ehe Pieczkowski mit dem ersten Gästetreffer zum 1:1 aufwarten konnte. Beide Teams schenkten sich Nichts und so fielen in der Anfangsphase wenige Tore, nach etwas mehr als zehn Minuten stand es 2:1, als Gunnarsson vom Strich gegen Putera scheiterte. 

Weil der Keeper der Sachsen weitere Paraden hinlegte und seine Vorderleute trafen, wendete sich das Blatt – mit vier Toren in Serie spielten die Gäste ein 2:5 auf die Uhr, ehe Gunnarsson für die Löwen zum 3:5 (16.) traf und per Gegenstoß auf 4:5 (20.) verkürzte. Welche Prüfung Sebastian Hinze seinem Team vor dem Spiel prophezeit hatte, zeigte sich im weiteren Spielverlauf bis zur Halbzeitpause – emotional blieben die Löwen trotz permanentem Rückstand voll auf der Höhe, doch es brauchte enormen körperlichen Aufwand und viel Laufarbeit in der offensiven Deckung, um an Leipzig dran zu bleiben. Die 2.578 Zuschauer honorierten es mit einer grandiosen Atmosphäre und mit dem Pausenpfiff behielt der BHC mit dem 11:12 die Hand weiterhin am Drücker.    

Mit Beginn des zweiten Spielabschnittes ging es gleich wieder richtig zur Sache und die Hausherren waren da, blieben trotz beinahe einer Minute in doppelter Unterzahl mit 13:14 dran, ehe das 14:14 (35.) von BHC-Spielmacher Tomas Babak die Klingenhalle endgültig zum Toben brachte. Leipzig setzte sich in der Folge immer wieder auf zwei Tore ab, doch die Bergischen ließen nicht locker und verkürzten mehrfach wieder auf minus Eins – doch für den Ausgleich stand nun oftmals das Aluminium des gegnerischen Gehäuses und kleinste Fehler im Weg. Die Bergischen Löwen mussten mit dem Anbruch der letzten zehn Minuten ihrem enormen körperlichen Aufwand wohl ein wenig Tribut zollen, als BHC-Coach Sebastian Hinze sein Team beim Stande von 20:24 (52.) zur Auszeit bat. Was die Löwen auch versuchten, am Ende waren es die Kleinigkeiten, die den Unterschied gegen clever haushaltende Sachsen ausmachten, die bis in die letzten Minuten jeden BHC-Fehler bestraften und sich so nicht mehr die Butter vom Brot nehmen ließen und gefühlt den Klassenerhalt in der DKB Handball-Bundesliga verbuchen konnten – ein Ziel, auf das die Bergischen nach einer Verschnaufpause am 26. März in Minden den nächsten Angriff starten.

Löwengebrüll – die Stimmen zum Spiel
Christian Prokop:
„Es war schon beim Erwärmen zu spüren, dass hier eine ganz tolle Stimmung ist. So wussten wir, auf was wir uns vorbereiten müssen. Vorne haben wir vieles mit zwei Kreisläufern gespielt gegen die starke BHC-Abwehr und Bälle zu Benjamin Meschke gebracht Da haben wir aber nicht getroffen. Unsere Abwehr war der Garant heute, von Roschek top organisiert. Trotz der Pfostentreffer schaffen wir es, uns auf drei Tore abzusetzen. Auswärts waren wir noch nicht so erfolgreich, wie wir uns das vorstellen. Aber schon in Lemgo haben wir gute Form gezeigt. Mit 26 Punkten zu diesem Zeitpunkt sind wir alle total glücklich in Leipzig.“
Sebastian Hinze: „Ich glaube nicht, dass es heute eine Kraftfrage war. Wir haben zwei sehr gute Abwehrreihen gesehen, das war auch zu erwarten. Wir haben uns im Angriff schwer getan und hätten trotzdem eine Chance gehabt, wenn wir nicht in der ersten Halbzeit mehrere Freie liegen gelassen hätten. Wenn man sich jedes Tor so hart erarbeiten muss, tun die sehr weh. In der zweiten Halbzeit haben sie zweimal Fehler in unserer Rückzugorganisation bestraft und wir haben da zwei, drei technische Fehler gemacht. Das war der Unterschied heute.“
Jörg Föste: „Wir wollen es nicht versäumen, Christian Prokop viel Glück für seinen neuen Job zu wünschen. Heute haben wirklich die Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben. Dennoch können wir erhobenen Hauptes vom Feld gehen. Das ist zwar eine Niederlage, aber kein Rückschlag.“

 

Leipzig unterbricht die BHC-Serie

Löwengebrüll - die Stimmen zum Spiel

Aufstellung / Torschützen
SG Flensburg-Handewitt
32
Ergebnis
Mittwoch, 19. Apr. 2017 19:00
Bergischer HC
25

Aufstellung:

Andersson, Moeller - Karlsson, Eggert (9/2), Glandorf (5), Mogensen (5), Svan (3), Jakobsson, Heinl (3), Zachariassen, Gottfridsson (1), Lauge Schmidt (4/1), Mahé (2/2),

Trainer:

Ljubomir Vranjes

Aufstellung:

Gustavsson, Rudeck - Woestmann, Artmann, Gunnarsson (8/4), Nippes, Artmann (5), Hermann (4), Babak (1), Gutbrod (1), Vilovski (3), Dell, Criciotoiu (3),

Trainer:

Sebastian Hinze