„Löwen“ noch auf Zick-Zack-Kurs
Für Chrischa Hannawald, Co-Trainer des Bergischen HC, stand nach dem Schlusspfiff fest: „Die Punkteteilung geht vollkommen in Ordnung. Klar, wir hätten mit ein bisschen Glück auch gewinnen, gleichzeitig mit ein wenig Pech auch verlieren können.“ Der ehemalige Nationaltorhüter sprach damit auf die Leistungskurve der „Löwen“ in den vorangegangenen 60 Minuten an - beim 32:32 in Eisenach verlief sie keineswegs gradlinig, es war noch ein Zick-Zack-Kurs.
Kenneth Klev über allen – der BHC-Rückraumspieler steigerte sich in der zweiten Halbzeit. Foto: Enrico Radloff
Gleich zweimal mussten die Bergischen Löwen einen großen Rückstand wettmachen. Nach 17 Minuten lag der BHC mit fünf Treffern (5:10) hinten, Trainer HaDe Schmitz zog die grüne Karte für eine Auszeit. Der BHC konnte in der Folge verkürzen und durch Neuzugang Jan Behr kurz vor der Pause (13:13) sogar noch mit 13:12 in Führung gehen.
HaDe Schmitz wechselte bereits nach 13 Minuten seinen Spielmacher, brachte Kristoffer Moen für den indisponierten Alexander Oelze. Doch auch der Norweger benötigte eine Anlaufzeit. Auffälligster Akteur bei der Aufholjagd im ersten Durchgang war der treffsichere Jens Reinarz. Der Linksaußen brachte es am Schluss auf insgesamt zehn Treffer. Während Hendrik Pekeler am Kreis seine wenigen Chancen nutzte, blieb der BHC-Rückraum schwach. Kenneth Klev und Jiri Vitek fanden bis zur Pause selten einmal ein Mittel gegen die offensive Abwehr der Hausherren.
Das änderte sich in der zweiten Halbzeit. Vor allem Klev war wie ausgewechselt, traf nun sicher aus dem Rückraum. „Ich habe ihm in der Halbzeit gesagt, dass ich Qualität sehen will“, so HaDe Schmitz. Doch auch der Norweger konnte nicht verhindern, dass der BHC noch einmal bis zur 40. Minute mit 16:20 in Rückstand geriet.
Zwei Wechsel brachten die „Löwen“ danach wieder auf Kurs. Zunächst kam Alexander Oelze zurück aufs Feld. Und spielte nun wie verwandelt, setzte seine Mitspieler prächtig in Szene. Vor allem Jens Reinarz und später der ebenfalls eingewechselte Henning Quade am Kreis profitierten davon. In der 54. Minute brachte Kenneth Klev den BHC mit einem Kempa erneut in Führung (29:28). Die Partie blieb spannend bis zum Schluss, weil die Gastgeber nie aufsteckten. Eisenach hatte in Kreisläufer Benjamin Trautvetter und Rückraumspieler Eryk Kaluzinski seine stärksten Akteure. Dramatisch die Schlussminute, als Alex Koke für die Gastgeber per Siebenmeter zum 32:31 traf, doch Jiri Vitek postwendend ausglich. Der letzte Eisenacher Angriff brachte nichts Zählbares mehr. Letztlich war das 32:32 ein leistungsgerechtes Unentschieden in einem temporeichen und spannenden Spiel.





















