Pleite in Korschenbroich
Nichts zu holen gab es beim starken Aufsteiger aus Korschenbroich, der dank einer bärenstarken ersten Hälfte insgesamt völlig verdient mit 32:28 (19:11) gegen die Bergischen Löwen die Oberhand behielt. Zehn ganz schwache Minuten in der ersten Hälfte brachen dem BHC letztlich das Genick, obwohl in der zweiten Halbzeit eine Wende noch durchaus möglich war.
Beim Bergischen HC war Top-Torjäger Jiri Vitek rechtzeitig zum Derby gegen den Aufsteiger vom Niederrhein wieder fit geworden. Auf Seiten der Gastgeber war erstmals nach seiner Verletzung wieder Matthias Deppisch aktiv dabei. Das Spiel selber begann auf beiden Seiten im Angriff sehr zäh, wobei Korschenbroich stets knapp in Führung war. Immer wieder war es David Breuer, der erfolgreich in Szene gesetzt werden konnte, während auf Seiten des BHC vor allem Jiri Vitek mit vier Toren in der Anfangsphase zu überzeugen wusste. Ein Doppelschlag von Klev und Vitek brachte die Gäste erstmals beim 7:9 in Führung. Wer gedacht hatte, dass der Favorit sich nun absetzen könnte, sah sich schnell getäuscht. Es dauerte genau 100 Sekunden, bis wieder David Breuer den Spieß beim 10:9 umgedreht hatte. Nach dem 11:10-Anschlußtor durch Moen brachen bei den Bergischen Löwen dann unerklärlicherweise alle Dämme. Innerhalb von sieben Minuten klingelte es sage und schreibe achtmal im Gehäuse des bedauernswerten Jan Stochl, der reihenweise freien Würfen der Gastgeber hinnehmen musste, während den Bergischen Löwen im Angriff die einfachsten Fehler unterliefen. Sebastian Hinze gelang zwar kurz vor der Pause das letzte Tor der ersten Halbzeit, der Zwischenstand von 19:11 war dennoch ein Schock für die über 100 mitgereisten Anhänger des BHC, während die Korschenbroicher Zuschauer zurecht Kopf standen.
Fuchs als Antreiber
Zu Beginn der zweiten Hälfte stellte Raimo Wilde fast komplett um. Neu ins Team kamen Simon Kluge, Mathias Fuchs, Christian Hoße und Mario Huhnstock im Tor. Und schon bald keimte wieder Hoffnung auf im Lager des BHC, weil die Löwen innerhalb von vier Minuten um vier Tore auf 19:15 verkürzen konnten. Die Löwen blieben, angetrieben von Mathias Fuchs, auch weiter am Drücker gegen die sich nun gerade im Angriff schwer tuenden Gastgeber, vergaben aber immer wieder zu viele gute Torchancen, in dem sie am starken Thomas Bauer im Korschenbroicher Tor oder auch mehrfach an der Latte scheiterten. Trotzdem war nach dem 22:20 durch Jiri Vitek 16 Minuten vor Schluß wieder alles drin. In dieser Phase waren es die überragenden Marcel Görden und natürlich David Breuer, die immer in wichtigen Phasen für Korschenbroich trafen und damit den Löwen langsam den Zahn zogen. Näher als zwei Tore sollten die Gäste bis zum Spielende nicht mehr rankommen, zum letzten mal gelang dies beim 29:27 nach Quades viertem Tor. Ein verwandelter Siebenmeter durch David Breuer, der damit gleichzeitig sein 15. Tor erzielte brachte zwei Minuten vor Schluß die Entscheidung zum 30:27, der BHC war geschlagen.
Bereits am kommenden Samstag geht es für die Bergischen Löwen weiter mit dem Auswärtsspiel in Aue, während Korschenbroich mit dem TV Hüttenberg einen weiteren Hochkaräter zu Hause emfängt.
Spielfilm: 4:3(8.), 6:6(16.), 7:9(20.), 12:10(24.), 19:11(HZ), 19:15(35.), 22:20(44.), 27:25(52.), 32:28(EN)
TV Korschenbroich:
Bauer, Leclaire; Deppisch(3), Kasal, D.Breuer(15/6), S.Breuer(5), Görden(6), M.Breuer, Piske, Marquardt, Ilper(2), Rommelfanger(1)
Bergischer HC:
Stochl, Huhnstock; Fuchs(4), Hoße(1), Vitek(9/1), Hinze(3), Klev(1), Quade(4), Duin, Moen(1), Kluge(4), Henkel, Aschenbroich, Reinarz(1),
Strafminuten: 8/6
Zuschauer: 800 (ausverkauft)




















