Löwen landen Kantersieg gegen Coburg
Die Revanche für die bittere Niederlage im Hinspiel ist den Bergischen Löwen eindrucksvoll geglückt. Mit einem auch in dieser Höhe verdienten 41:29 (21:15) landeten die Mannen von HaDe Schmitz nicht nur ihren höchsten Saisonsieg, sondern machten aufgrund der Niederlagen der beiden Kontrahenten Hüttenberg und Bittenfeld um den Relegationsplatz auch wertvollen Boden gut.
Wiedergutmachung war angesagt bei den Bergischen Löwen. Zum einen, um nach der unglücklichen Last-Minute-Niederlage in Neuhausen wieder zurück in die Erfolgsspur zu finden, zum anderen aber auch, um die erste Saisonniederlage aus dem Hinspiel, in dem bei den Löwen so ziemlich alles schief gelaufen war, was nur schief laufen konnte, vergessen zu machen. Außer dem immer noch verletzten Joey Duin waren alle Mann beim BHC mit an Bord, während Coburg mit Lakisa und Vrany wichtige Stützen ersetzen musste.
Die Anfangsphase stand ganz im Zeichen von Löwen-Kapitän Sebastian Hinze. Gleich viermal war er nach mustergültigen Zuspielen an den Kreis in den ersten Minuten erfolgreich, so dass sich der BHC schnell auf 7:2 absetzen konnte. Der Bergische HC agierte sehr konzentriert in der Abwehr, mit einem vorgezogenen Tim Henkel, konnte sich zudem auf Schlussmann Mario Huhnstock verlassen. Auch eine Coburg Auszeit nach 15 Minuten konnte den Löwen-Express nicht stoppen. Entweder waren Klev, Vitek und Co. aus dem Rückraum erfolgreich oder schafften es immer wieder, Hinze am Kreis frei zu spielen. Beim Stande von 17:8 wieder durch Hinze nach einen tollen Anspiel von Jiri Vitek hinter dem Rücken drohte gar ein Debakel für Coburg, bei denen auch die Einwechslung von Torhüter Martinsen für Selke keine Besserung brachte. In den letzten Minuten vor der Pause ermöglichten die Löwen den Gästen durch einige technische Fehler jedoch einige einfache Kontertore, so dass mit 21:15 für den BHC die Seiten gewechselt wurden.
Schaulaufen in Hälfte zwei
Obwohl Coburg nach der Pause gar auf 21:16 verkürzen konnte, war das Spiel dennoch nur wenige Minuten nach der Pause endgültig entschieden. Die Löwen agierten nun mit einer aggressiven 3-3-Deckung, konnten den Coburgern gerade zu Beginn einige Bälle klauen und zu erfolgreichen Tempogegenstößen nutzen. Jiri Vitek, der im gesamten Spiel ohne Fehlwurf blieb, leitete mit seinem 25:16 in der 36. Minute ein knapp 25 minütiges Schaulaufen beider Mannschaften ein. Beide Teams agierten nun defensiv nicht mehr mit der letzten Konsequenz, zu eindeutig waren die Rollen verteilt. Auf beiden Seiten gab es toll herausgespielte Treffer, die die Zuschauer begeisterten. In der erneuten Coburger Auszeit in der 41. Minute brandete gar „La Ola“ durch die mit 1.650 Zuschauern gut gefüllte Bayerhalle.
Erst nach dem 39:26 durch Kenneth Klev gut 4 Minuten vor Schluß kam noch einmal Spannung auf, galt es doch die Frage zu klären, wer den 40. Löwentreffer, verbunden mit einer Runde Bier für die Kollegen, erzielen würde. Das Los fiel letztlich auf den an diesem Tag bärenstarken Klev, der per Tempogegenstoß verwandelte und sich danach von den Zuschauern verdientermaßen feiern ließ. Das letzte Tor war den Coburgern durch Spielertrainer Christian Rose vergönnt, der Rest war großer Jubel in der Bayerhalle für die Bergischen Löwen.
Nun gilt es am kommenden Samstag in Obernburg endlich wieder auswärts nachzulegen, um weiter zumindest im Kampf um den Relegationsplatz mitzumischen.
Spielfilm: 4:2(7.), 11:4(16.), 17:8(22.), 21:15(HZ.), 25:17(37.), 31:21(45.), 36:25(53.), 41:29(EN.)
Bergischer HC:
Stochl, Huhnstock; Fuchs(3), Hoße(3/1), Vitek(9/3), Hinze(8), Klev(9), Quade(2), Giela(2), Moen, Kluge(1), Henkel(1), Aschenbroich, Reinarz(3)
HSC Coburg:
Selke, Martinsen; Werner(5/2), Göhl(3), Rose(1), Andersson(9/4), Kelm(5), Karapetjan(2), Kästner(1), Kirchner, Lendner(1), Rivera(2)
Strafminuten: 8/4
Zuschauer: 1.650




















