Der BHC am Ende ohne Chance im Duell der Löwen
Ohne den verletzten Henrik Knudsen gab es im letzten Spiel des Jahres gegen das Star-Ensemble der Rhein-Neckar-Löwen für den BHC nichts zu holen. Zu viele Fehler in der Offensive ermöglichten den Gästen zahlreiche einfache Kontertore, die am Ende zu einer aus BHC-Sicht ernüchternden 25:34 (12:15)-Niederlage führten.
An Mario Huhnstock lag es am wenigsten, dass die Löwen am Ende deutlich verloren.(Foto: Gregor Eisenhuth)
Der Start ins Spiel hätte für die Bergischen Löwen kaum schlechter laufen können. Es waren gerade einmal sechs Minuten gespielt, da lagen die Gäste durch drei schnelle Tempogegenstöße mit 0:3 in Führung. Die Löwen fanden gegen die massive Abwehr der Gäste gar kein Mittel, hatten stattdessen sogar noch das Glück, dass Mario Huhnstock bereits zweimal freie Würfe pariert hatte und damit Schlimmeres verhinderte. Ein Siebenmeter von Alexander Oelze brach den Bann zum 1:3 nach sieben Minuten. Nur drei Minuten später stand es gar 4:3 für den BHC, weil Karason, Nippes und Oelze nacheinander erfolgreich waren und zuvor von einfachen Ballverlusten der Gäste profitierten.
Speziell in der ersten Halbzeit war das Spiel beider Teams extrem anfällig für Fehler, schöne Spielzüge gab es nur selten zu sehen. Die Rhein-Neckar-Löwen nutzten die nächsten schwachen fünf Minuten der Gastgeber, um aus dem Rückstand eine 5:9-Führung zu machen. Doch der BHC konnte wieder zum 10:10 ausgeglichen, weil sich die Badener nun erneut einige Aussetzer gönnten. Stark agierten auf beiden Seiten lediglich die Torhüter - sowohl BHC-Schlussmann Mario Huhnstock, der gleich drei freie Würfe von Nationalspieler Uwe Gensheimer parieren konnte, wie auch sein Gegenüber Goran Stojanovic, der speziell Kenneth Klev schnell den Nerv gezogen hatte.
Dass zur Pause ein 3-Tore-Rückstand für den BHC auf der Anzeigetafel stand, lag einzig und allein daran, dass die Rhein-Neckar-Löwen in den letzten Minuten der ersten Hälfte die Zügel wieder etwas anzogen und nun jeden Fehler der Hausherren konsequent nutzten.
Die Geschichte der zweiten Hälfte ist eigentlich schnell erzählt. Die Bergischen Löwen agierten in der Offensive nun mit etwas mehr Finesse und Durchschlagskraft. Vor allem Runar Karason und Fabian Böhm konnten Akzente setzen. Die Gäste leistete sich offensiv nun deutlich weniger Fehler als in der ersten Halbzeit und konnten sich zunächst bis zum 19:24 (44.) ein wenig absetzen. Glück für den BHC, dass Uwe Gensheimer hintereinander zwei Siebenmeter nicht im BHC-Gehäuse unterbringen konnte - einmal zielte er zu hoch, das andere Mal stand der Pfosten den Bergischen Löwen zur Seite.
Der Abstand blieb halbwegs konstant, weil dem BHC in den folgenden Minuten immer wieder schöne Treffer gelangen, speziell durch Richard Wöss und auch Jiri Vitek. Viteks Treffer zum 25:29 gut fünf Minuten vor Schluss mag sogar bei dem ein oder anderen BHC-Fan noch die Hoffnung auf einen Punktgewinn geweckt haben. Doch leider war es der letzte Treffer der Gastgeber, die in den folgenden Minuten völlig ihre Linie verloren und noch fünf Treffer der Badener schlucken mussten, bei denen der bedauernswerte Jan Stochl im BHC-Gehäuse völlig allein gelassen wurde.
Am Ende eine sicher verdiente, aber in ihrer Höhe völlig unnötige Niederlage der Bergischen Löwen, die dennoch mit zwei Punkten Vorsprung auf einem Nicht-Abstiegsplatz überwintern und nun in der Winterpause die Möglichkeit haben, wieder neue Kräfte für die kommenden schweren Aufgaben im neuen Jahr zu sammeln.
Bergischer HC - Rhein-Neckar-Löwen 25:34 (12:15)
Bergischer HC: Stochl, Huhnstock; Vitek(3), Klev(1), Moen(1), Nippes(1), Oelze(6/4), Weiß, Wöss(3), Reinarz(1), Böhm(2), Teppich, Pekeler(3), Karason(4).
Rhein-Neckar-Löwen: Fritz, Stojanovic; Schmid, Gensheimer(10/2), Sezum(3/1), Bielecki(4), Lund(3), Gunnarsson(3), Ruß, Müller, Myrhol, Lijewski(5), Groetzki(6), Cupic.
Strafminuten: 2/6.
Siebenmeter: BHC 4/4 RNL: 5/3.
Zuschauer: 3.200 (ausverkauft).











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