Fehlstart in die Rückrunde - BHC verliert Spitzenspiel in Hüttenberg
Das war nicht der Abend der Bergischen Löwen! Im Spitzenspiel beim Tabellendritten TV Hüttenberg unterlagen die Mannen von Raimo Wilde verdient mit 26:28 (11:13), bleiben aber dennoch dank des besseren Torverhältnisses weiter Tabellenzweiter hinter dem Klassenprimus aus Düsseldorf. Vor den Augen der 1.380 Zuschauer, davon über 200 BHC-Fans, zeigten die Löwen eine kämpferisch durchaus überzeugende Leistung, scheiterten aber immer wieder an den eigenen Nerven oder am starkem Hüttenberger Torwart Strzelec.
Einer der Aktivposten der Bergischen Löwen in Hüttenberg: Kristian Nippes. Doch auch seine 4 Treffer konnten die Niederlage in Hüttenberg nicht verhindern.
Schon vor dem Spiel der erste Schock im Lager des BHC: Sebastian Hinze, Kapitän und Vorbild auf dem Platz musste verletzungsbedingt passen. Ihm blieb lediglich die Rolle als Motivator auf der Bank übrig. Den besseren Start hatten die Gastgeber. Konnte Jiri Vitek, der aufgrund seines noch nicht ganz auskurierten Mittelhandbruchs nur teilweise in der Offensive eingesetzt wurde, die schnelle 1:0 der Gastgeber noch ausgleichen, lief der BHC in der Folgezeit stets einem Rückstand hinterher. Beim 7:4 von Andreas Scholz, den die Löwen zu Beginn gar nicht in den Griff bekamen, waren es erstmals drei Tore Rückstand. Doch der BHC schlug zurück. Kenneth Klev und Simon Kluge schafften wieder den Anschluss mit zwei schnellen Toren zum 7:6, und ein schneller Abwurf nach einer Parade von Mario Huhnstock auf Simon Kluge fand auf kuriose Weise durch ein Eigentor des Hüttenbergers Lex, der seinen herausgeeilten Keeper Strzelec mit dem abgefälschten Ball überraschte, sogar zum erneuten Ausgleich den Weg ins Tor. Der Treffer zum 7:7 wurde offiziell Simon Kluge gutgeschrieben.
Wieder gelang Hüttenberg die Führung, begünstigt nun auch durch zwei unnötige Strafzeiten hintereinander für Reinarz und Klev. Immerhin blieb der BHC auf Schlagdistanz, obwohl nun Gästetorwart Waldemar Strzelec zur Hochform auflief und reihenweise freie Bälle von Simon Kluge, Henning Quade und Co. parierte. Der 13:11-Anschlusstreffer durch Jens Reinarz bedeutete den Halbzeitstand, der die BHC-Fans in der Halle und auch vor der RSG-Radioübertragung weiter von einem Auswärtssieg träumen ließ.
Einbruch kurz nach der Halbzeit
Dies blieb auch bis zum 14:13-Anschluss-Treffer des gut agierenden Kristian Nippes so. Leider erwischten die Mannen von Raimo Wilde dann beinahe 15 rabenschwarze Minuten, in dem vorne Fehler über Fehler passierten, die Hüttenberg zu schnellen und einfachen Treffern nutzen konnte. Raimo Wilde versuchte alles, aber nichts klappte in dieser Phase. Selbst ein Torwart-Wechsel von dem gewiss nicht schlechten Mario Huhnstock zu Altmeister Chrischa Hannawald verpuffte wirkungslos, weil auf der andere Seite Waldemar Strzelec die wenigen Wurfchancen der Löwen meist mühelos entschärfen konnte, während Hannawald gegen die oft freien Würfe der Gastgeber chancenlos war.
Es drohte ein Debakel nach Peter Dettlings Treffer zum 24:16, das Spiel schien entschieden, der BHC geschlagen. Es spricht für die Moral der Bergischen Löwen, dass sie nicht aufgaben und tatsächlich plötzlich Tor um Tor aufholten. Nun war es Mario Huhnstock, der Ball um Ball parierte, zudem zeigte die offensive Deckung mit Christian Hoße und Mathias Fuchs auf der Spitze ihre Wirkung. Angepeitscht von den lautstarken BHC-Fans gelang den Löwen durch Kenneth Klev der erneute Anschluss-Treffer zum 24:22, was Hüttenbergs Trainer Jan Gorr knapp 8 Minuten vor Schluss zu einer Auszeit geradezu nötigte. Wer weiss, wie das Spiel gelaufen wäre, wenn der BHC die Chance zum 24:23 genutzt hätte, die sich nach einer weiteren Parade von Mario Huhnstock ergab. Leider kam der etwas ungenaue Pass von Klev auf den am Kreis freien Henning Quade nicht an. Im Gegenzug beendete dann Linksaussen Andreas Lex mit seinem Treffer zum 25:22 die fast siebenmütige Hüttenberger Durststrecke. Der BHC kämpfte weiter verbissen um seine Chance, allerdings trat nun wieder Strzelec auf den Plan, der Würfe von Hoße und Klev meistern konnte. Spätestens beim 28:23 durch Tomasz Jezewski in der 58. Minute war das Spiel entschieden, ehe Nippes und zweimal Hoße zumindest noch Ergebniskosmetik gelang.
Spielfilm: 4:3(8.), 8:7(16.), 11:8(24.), 13:11(HZ), 16:13(35.), 21:15(44.), 24:16(47.), 24:22(53.), 28:26(EN)
TV Hüttenberg:
Strzelec, Lang; Laudt(6), Jezewski(6), A.Lex(1), Dettling(3/1), Stelzenbach(2), Rigterink, S.Lex, Scholz(5), Bepler, Langenbach(3), Allendörfer(2/2)
Bergischer HC:
Huhnstock, Hannawald,; Aschenbroich, Duin, Fuchs, Hosse(3), Nippes(4), Klev(2), Kluge(4), Oelze(4/1), Quade, Reinarz(5/3), Vitek(4)
Strafminuten: 4/8
Zuschauer: 1.380




















