31:24-Sieg im Verfolgerduell gegen Bietigheim – Löwen bleiben Friesenheim auf den Fersen
Durch einen verdienten 31:24(14:10)-Sieg gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn aus Bietigheim bleiben die Bergischen Löwen im Kampf um den Relegationsplatz weiter der TSG Friesenheim im Nacken, die im Endspurt knapp in Wallau gewann.
Das Spiel begann mit gut 30-minütiger Verspätung, da der Mannschaftsbus der Gäste aus Bietigheim im Stau steckengeblieben war, die Mannschaft erst zur eigentlichen Anwurfzeit um 18.15 Uhr die Solinger Klingenhalle eintraf. Lag es an der verspäteten Anreise oder einfach an dem unbedingten Willen der BHC-Spieler, die enttäuschende Leistung aus dem Leichlingen-Spiel wieder wett zu machen? Auf jeden Fall erwischten die Gastgeber den deutlich besseren Start. Aufbauend auf einer gut eingestellten Abwehr, in der erstmals von Beginn an Kenneth Klev und Joey Duin, der in der Abwehr Alex Oelze ersetzte, im Mittelblock agierten, führten die Mannen von Raimo Wilde schnell mit 3:1. An dieser Führung hatte auch Mario Huhnstock seinen Anteil, der anders als im letzten Spiel sofort ins Spiel fand und die ersten Rückraum-Würfe entschärfen konnte.
Eine schnelle Zeitstrafe gegen Kenneth Klev brachte die Gäste zum 3:3-Ausgleich, den der BHC jedoch ebenfalls im Überzahl schnell wieder in eine 2-Tore-Führung verwandelte. Nach dem 7:5 durch den starken Kenneth Klev traten dann die Schiedsrichter auf den Plan, die nach einem Zweikampf zwischen Sebastian Hinze und Gästespielmacher Nico Kibat, der plötzlich theatralisch zu Boden ging, zum Entsetzen der Zuschauer auf Zeitstrafe gegen Hinze entschieden. Für das Publikum war nun Kibat der Buhmann, er musste sich in den nächsten Minuten bei jedem Ballkontakt ein Pfeifkonzert gefallen lassen. Der BHC verlor kurzfristig seine Linie, haderte weiter mit den Unparteiischen und lag schnell mit 7:8 hinten, ausgerechnet durch einen Doppelschlag durch Kibat. Den Ausgleich von Jens Reinarz konterte sofort Robin Haller zum 8:9, was BHC-Trainer Raimo Wilde veranlasste, eine Auszeit zu nehmen. Mit Erfolg, der BHC fand seine starke Abwehr-Formation wieder, konnte sich zudem weiter auf Mario Huhnstock verlassen. Während den Gäste in den letzten 10 Minuten vor der Pause nur noch ein Treffer gelang, agierte der BHC auch im Angriff wieder sicherer und nahm schließlich eine verdiente 14:10-Führung mit in die Halbzeit.
Der BHC „gewinnt mit links“
Auch der Start in die 2.Spielhälfte gelang dem BHC. Alex Oelze schaffte mit einer feinen Einzelleistung das 15:10. Doch die dezimierten Bietigheimer, die direkt zu Beginn auch noch Pierre Freudl mit einer Knieverletzung verloren hatten, ließen sich nicht abschütteln. Beim 17:14 durch Jochen Bauer war der Gast wieder in Reichweite. In dieser Phase profitierten die Bergischen Löwen von ihrer starken linken Seite in der Offensive, wo Kenneth Klev und Jens Reinarz fast nach Belieben trafen. Da auch die Abwehr weiter gut agierte, gerieten die Mannen von Raimo Wilde nicht wirklich mehr in Gefahr, kleiner als vier Tore wurde der Vorsprung nicht mehr. Obwohl der gute Gästekeeper Mathias Lenz sogar noch 2 Siebenmeter von Oelze und Reinarz parieren konnte, wuchs der Vorsprung zum Ende hin sogar wieder an. Das letzte Tor des Spiels zum 31:24 war auch ein gleichzeitig das schönste, erzielt per Heber nach Kampa-Trick durch den BHC-Torschützenkönig Jens Reinarz mit seinem 184. Saisontreffer.
Insgesamt ein verdienter Sieg der Gastgeber, bei denen sich neben Klev, Reinarz und Huhnstock auch Joey Duin als Abwehrbollwerk ein Sonderlob verdiente, während bei den Gästen die immer gefährlichen Haller und Kibat herausragten. Für den BHC geht es nun in den nächsten 2 Wochen auf Reisen, wo die Bergischen Löwen erst in Coburg und eine Woche später in Aue zeigen wollen, dass sie auch auswärts wieder gewinnen können.
Spielfilm: 3:1(5.), 6:5(11.), 7:8(17.), 11:9(23), 14:10(HZ.), 18:14(37.), 21:17(45.), 26:21(53.), 31:24(EN)
Bergischer HC:
Huhnstock, Zoubkoff; Aschenbroich, Duin(1), Fuchs, Hoße, Hinze(2), Nippes(3), Klev(10), Kluge, Quade, Reinarz(9/2), Vitek(1), Oelze(5/2)
SG Bietigheim:
Gysin, Lenz; Haller(5), Kibat(6/1), Knierim(4), Heuberger, Schäfer(1), Bauer(3), Rothe(2), Hinz(2), Blessing(2), Freudl
Strafminuten: 10/10
Zuschauer: 1.320




















